Sabine Schnider

Heilpraktikerin, Dipl.-Soz.Arb. (FH)
freie Reikilehrerin

spirituelle Psychotherapie:
psycho-soziale Lebensberatung
Gefühlsblockadenlösung
Bewußtwerdungs-Prozessarbeit

Energie-Arbeit:
Aura + Chakrenharmonisierung

radiästhetische Austestung von:
Essenzen, Bachblüten, Schüssler u.a.
Medikamente, Vitalstoffe u.v.m.

1996 Ausbildung bei HP B. Schnider in Diagnostik u. ganzheitlicher Therapie mittels Bioresonanz + Radiästhesie sowie ähnlich der Psychokinesiologie die Psycho-Radiästhesie (Gefühlsblockaden lösen mittels Farbbrillen). Seit 1997 Reiki-Ausbildung bei verschiedenen Lehrern, seit 2002 selbst Meisterin/Lehrerin mit regelmäßigen Reiki-Seminaren aller Grade bis 2010.
Von 2002-06 Vorsitzende des Naturheilvereins Esslingen
2002-2011 Medizindozentin und Kursleiterin in eigener Heilpraktiker-Schule
Okt. 2009- März 2010 Weiterbildung in Heil- und Integrations-Techniken sowie Zukunftsperspektiven & Potentialentwicklung bei der Positiv Factory.
2010 Ausbildung in Matrix Energetics Level 1-3 beim Heede-Institut.
2011 Ausbildung in Integrativer Heilmassage

Durch Integration verschiedener Therapieformen und Techniken wenden sich sämtliche von mir angewandten Verfahren gleichzeitig an die körperliche, energetische und psychisch-seelische Ebene. Dadurch entsteht der sogenannte Synergieeffekt. Mit einer verkabelten Einhandrute teste ich die jeweils optimalen Methoden sowie Heilmittel (z.B. Bachblüten) in der Anwendung aus, so dass jeder Klient eine individuelle, zu ihm passende Behandlungs-Kombination erhält.

Im Beratungs-Gespräch werden verschiedene Aspekte der jeweiligen Themen/Symptome und Alltagsbereiche sowohl aus der herkömmlichen psychologisch-psychosomatischen als auch geistigen Sicht der Seele bewußt gemacht und geklärt, so dass neue Handlungskompetenzen und Einstellungen entstehen. Der Mensch entdeckt und entwickelt so sein ureigenes, individuelles Potential bzw. erkennt seinen Lebensauftrag ("Wozu bin ich auf der Welt?").

Näheres unter "Praxis" Stichwort "Konzept" u.a.

Lehr- & Wanderjahre

Wichtige Stationen in meinem Leben

Schon als Kind hatte ich meistens das Gefühl, auf diesem Planeten nicht so recht willkommen zu sein. Ich kam mir oft fremd vor und wußte auch bis ins mittlere Erwachsenenalter hinein nicht so recht, was ich mit meinem Leben anfangen soll. Chronische Depression und der immer wiederkehrende Gedanke an Suizid waren meine ständigen Begleiter. Erst viele Jahre später habe ich den Sinn und das ganze Ausmaß meiner Erfahrungen so recht begriffen. Heute ist mir klar, dass alles, was in meinem Leben passiert ist, lediglich Stufen auf der spirituellen Ausbildungsleiter hin zu meiner jetzigen Aufgabe waren und wie es aussieht, ist das noch nicht die letzte Sprosse gewesen.

Nach dem Abitur habe ich zuerst Maschinenbau-Ingenieur studiert – nicht weil mich das so sonderlich interessiert hat, sondern weil ich mir überlegt hatte, welcher Beruf wohl das meiste Geld einbringt, damit ich mir ein eigenes Pferd und ein gutes Leben leisten kann. Talente hatte ich so ziemlich auf allen Gebieten, was mir in einem aufwändigen Eignungstest vom Arbeitsamt bestätigt wurde, so dass ich quasi die freie Wahl hatte, was ich beruflich machen wollte. Das Praxissemester zu Beginn des Studiums in einer Kugellager-Fabrik hat noch Spaß gemacht und ich konnte beim Durchlaufen sämtlicher Abteilungen zu meinem eigenen Erstaunen feststellen, dass ich gute handwerkliche Fertigkeiten und auch technisches Verständnis hatte. Das daran anschließende 2. Semester auf der FH Ulm brachte jedoch meine Wissenslücken aus der Schulzeit an den Tag – und da ich von Haus aus nicht gerade der klassische Lern-Typ bin, der sich ehrgeizig hinter seine Schulbücher klemmt, warf ich zuhause als erstes meine Mappe in die Ecke und holte sie erst am nächsten Morgen wieder hervor. Es kam der Zeitpunkt, an dem mein Widerstand so groß wurde, dass ich morgens so lange im Bett liegen geblieben bin, bis ich sicher sein konnte, den Zug nach Ulm verpaßt zu haben.

Zeitgleich hatte ich im ca. 100 km entfernten Wohnort meines Vaters, der ein Taxiunternehmen besaß, die Fahrerlaubnis für Droschken (Taxischein) erworben, um in den Semesterferien ein bisschen Geld hinzuverdienen zu können. So wurde ich mit gerade mal 21 Jahren die jüngste Fahrerin am Ort, die zudem ausschließlich nachts unterwegs war. Damals hat es mich noch nicht abgeschreckt, die zumeist betrunkenen Fahrgäste aus der Kneipe aufzugabeln und nach Hause zu kutschieren. Ich hatte zu dem Zeitpunkt bereits ein sehr bewegtes Leben auf der Schwäbischen Alb in diversen Rockercliquen hinter mir und konnte mit diesem Klientel ganz gut umgehen. Und weil mir das Taxifahren wesentlich mehr zusagte, als Tag für Tag im Hörsaal zu sitzen und langweilige Vorträge über Statik und dergleichen über mich ergehen zu lassen, habe ich nach dem 2. Semester das Studium des Ingenieurwesens hingeschmissen, um mich stattdessen dem Studium menschlicher Abgründe zuzuwenden. Ich wurde also offiziell hauptberuflich Taxi-Chauffeuse und lernte in den zahlreichen Gesprächen mit meinen Fahrgästen die ganze Bandbreite persönlicher Dramen kennen. Oft bekam ich für meine seelsorgerische Tätigkeit, die vor allem in geduldigem Zuhören bestand, mehr Trinkgeld als die ganze Fahrt gekostet hat.

Bedingt durch einen schweren Motorradunfall, den ich selbst fabriziert hatte und weitere dramatische Umstände, bin ich mit 23 Jahren aufgrund meiner positiven Erfahrungen im Praxissemester als Maschinenarbeiterin in einer Meßgeräte-Firma gelandet, wo ich im Akkord alle 3 Sekunden Teile in einen Drehautomaten einlegen mußte. Nach ca. einem Jahr hatte ich aufgrund der einseitigen Haltung solche Rückenschmerzen, dass ich immer öfter krank geschrieben war. Dann kam noch ein Magengeschwür dazu und so war ich – obwohl ich eigentlich nie eigene Kinder haben wollte – geradezu erleichtert, als mir mein Gynäkologe mitteilte, dass ich schwanger bin.

Um meinem noch ungeborenen Kind das Leben im Mutterleib etwas zu erleichtern, habe ich mich kündigen lassen, bevor meine Schwangerschaft offiziell wurde und im Status der Arbeitslosigkeit dafür gesorgt, dass es mir gut geht und alles bestens für die anstehende Geburt vorbereitet ist. In dieser Zeit war ich noch Mitglied in einem politisch links-orientierten Motorrad-Club, wo ich im Rahmen eines internationalen Austausch-Programms in Frankreich den Vater meines Kindes kennengelernt hatte. Es war von Anfang an klar, dass das mit uns keine Beziehung werden würde und so habe ich mich gleich in das neue Mutter-Kind-Modell für alleinerziehende Mütter eintragen lassen. Damit war die ersten Jahre für unseren Lebensunterhalt gesorgt und ich konnte mich ganz auf die Erziehung meiner Ende 1985 geborenen Tochter konzentrieren. Nach dem Motto: Wenn schon Mutter, dann aber richtig und mit allen Konsequenzen!

Schon bald war klar, wer in diesem Haushalt das eigentliche Sagen hat: Meine Tochter – ein wirklich entzückendes kleines Wesen – hatte vom ersten Tag ihrer Geburt an ihre eigenen Vorstellungen und diese gegen meinen anfänglichen Widerstand letztlich auch durchgesetzt. So mußte ich lernen, klein bei zu geben und nur bei wirklich existenziellen Fragen meinen Willen über ihren Dickkopf zu stellen. Als die kleine Prinzessin 2 Jahre alt war, konnte ich sie nicht mehr ausreichend unterhalten und sie fing an, mir unmißverständlich mitzuteilen, dass ich als alleiniger Entertainer nicht zu gebrauchen war. Also bewarb ich mich im Rahmen einer Umschulungsmaßnahme bei einer überbetrieblichen Einrichtung und begann im Januar 1988 mit der Ausbildung zur Industriemechanikerin/Geräte- und Feinwerktechnik. Meine Kleine brachte ich im Tagheim unter, wo sie sichtlich aufblühte (endlich was los!) und im Laufe der folgenden Jahre ihre zahlreichen (sozialen!?) Talente entfalten konnte, die sie heute (nun ebenfalls politisch engagierte Mutter) gut gebrauchen kann. Nebenbei bemerkt: Ich selbst bekam davon nicht viel zu spüren und es bedurfte jedesmal einer meiner „hysterischen Ausraster“, damit das Fräulein sich mal gnädigerweise an der Hausarbeit beteiligt hat (Ich hasse leere Drohungen, aber man kann es ja mal versuchen).

Nach 2 Jahren ging ich mit dem Gesellenbrief in der Hand zu einer Firma, die Kleinserien im Automobilzulieferbereich herstellte. Kommentar meines damaligen Meisters beim zweiten! Vorstellungsgespräch: „Wir stellen Sie zwar ein, aber mit weniger Gehalt, als ihr Mitbewerber. Schließlich ist das mit Ihnen als Frau genau so ein Experiment, wie damals beim ersten Türken.“ Schluck! - Immerhin ist mir in den folgenden 2 Jahren die Ehrenrettung der Frauen in Männerberufen so gut gelungen, dass ich in kurzer Zeit mit einigen Gehaltserhöhungen in der Tasche zur Leiterin der Fräsabteilung aufgestiegen bin und sogar Lehrlinge anleiten durfte. Ich hatte dementsprechend Pläne, den Meister zu machen und als praktische Lehrerin in die nahegelegene Berufsschule zu gehen. Die Folgen einer Handverletzung des Jahre zurückliegenden Motorradunfalls machten mir im letzten Moment einen Strich durch die Rechnung – ich konnte irgendwann nicht mal mehr die Scheibe meines Autos runterkurbeln (ja, damals ging das noch per Hand!), solche Schmerzen hatte ich bei der kleinsten Belastung. Eine komplizierte OP mit ungewissem Ausgang hat zwar letztlich meine Hand gerettet, doch der Ausstieg aus der Metallbranche war beschlossen – denn:

Leider ereilte mich das gleiche Schicksal wie Millionen anderer Frauen, die versuchen, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Irgendwie hatte ich immer ein schlechtes Gewissen: entweder meiner Tochter gegenüber, wenn ich sie bei Krankheit einfach zu meiner Großmutter abgeschoben habe – oder meinem Meister gegenüber, wenn ich deswegen wieder einmal meine Abwesenheit begründen mußte. Mit der Zeit wurde ich durch diese Doppelbelastung und den Versuch, es allen Recht zu machen, selbst immer öfter krank, so dass ich nach 2 Jahren Vollzeitberufstätigkeit das Handtuch geschmissen habe und mich für das reine Mutter- und Hausfrauendasein entschied. Meine Tochter kam damals in die erste Klasse und ich wollte nicht schuld daran sein, wenn sie zum Schulversager wurde, weil Mama keine Zeit hat. Doch dieses ewige Rumgesitze daheim und darauf Warten, dass mein Töchterlein irgendwann zur Abenddämmerung Lust hatte, vom Spielplatz oder einer Freundin heimzukommen, wurde mir mit der Zeit zu langweilig – offensichtlich brauchte meine Tochter (mich wieder mal) doch nur zur Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse: Essen, Kleidung, ein Dach über dem Kopf und hin und wieder ein paar Streicheleinheiten.

Es sollte spätestens an dieser Stelle erwähnt werden, dass ich ca. 2 Jahre zuvor einen über 6 Jahre jüngeren Mann kennengelernt hatte, mit dem ich in mehreren Etappen über beinahe 22 Jahre ein ziemlich anstrengendes und nervenaufreibenes Beziehungsprojekt am Laufen hatte. Nach nur einem Monat Honeymoon wollte ich mich eigentlich trennen, brachte es dann aber nicht übers Herz, ihn endgültig rauszuschmeißen. Damit begann eine Odyssee aus Trennung und Wiederaufnahme der Beziehung – teils im Stundentakt wechselnd – teils mit Trennungsperioden über Jahre hinweg. Doch genau diese im Grunde zutiefst unbefriedigende Beziehung gab mir den Startschuß, an mir zu arbeiten und die Ursachen für die ständigen Mißverständnisse und Demütigungen herauszufinden. Ich hatte mich entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen und alles zu versuchen, die Beziehung zur „Liebe meines Lebens“ irgendwie hinzukriegen. Dies war bis vor kurzem mein persönliches Transformationstor – es hat mich in Bereiche hineingeführt, wo man nicht freiwillig hingeht und mich gezwungen, immer wieder meiner eigenen Authentizität zuliebe, Konsequenzen zu ziehen, die ich gerne vermieden hätte. Erst wenn der persönliche Leidenspegel hoch genug war, konnte ich mich mit letzter Kraft und unter Mobilisierung meiner Reserven jedes Mal aus meinem selbst geschaffenen Gefängnis befreien, um mich nicht länger zum Opfer degradieren zu lassen. Immer wieder fasste ich den Mut, nach einer Trennung auf genau den Menschen zuzugehen und mich einzulassen, der mich am meisten quälte. „Masochistin!“ - denken jetzt wohl einige – „Untergräbt die Emanzipation!“

Doch eine spirituelle Ausbildung zur Menschen- und vor allem Frauenversteherin beinhaltet zumindest bei mir auch solche Erfahrungen. Denn bis dato hatte ich immer kurzen Prozeß gemacht, wenn ich von einem Mann die Nase voll hatte und da gab es auch keine zweite Chance. Diese Männerverachtung hatte ich von meinen Herkunftsfamilien übernommen, denn da ging es auch nicht zimperlich her. Meine Mutter hat schon vor Jahren beschlossen, keinen Mann mehr ins Haus zu lassen und meinte bloß lapidar: „Selbst schuld, wenn die Weiber so blöd sind!“ Das war dann auch immer ein echter Trost für mich, wenn ich ihr wieder einmal von einem weiteren gescheiterten Beziehungsversuch mit „Ihm“erzählt hatte. Immerhin – und dafür war es allemal gut - habe ich auch Barmherzigkeit und bedingungslose Liebe entwickelt, wo früher nur Verachtung und Verbitterung Raum gefunden hätten. Ich habe mehr und mehr verstanden, was das für ein Seelenvertrag war und dass ich ohne diese immer wieder verzeihende Liebe – doch ebenso der Treue zu mir selbst - niemals an den Punkt gelangt wäre, wo ich heute – auch und vor allem beruflich – stehe. Erst dadurch entwickelte sich in mir das Gespür für grundsätzliche Muster in Lebenssituationen und Handlungsabläufen sowie die Fähigkeit, diese meinen Klienten so zu vermitteln, dass sie diese bei sich erkennen und auch verändern können. So unglaublich es bei meinem durchweg „negativen“ Beziehungserfahrungen klingen mag: Ich habe wesentlich mehr Ehen gerettet als Partner sich durch meine Intervention bedingt getrennt hätten. Das ist der Vorteil, wenn man beide Seiten kennt und sich auch gut in eine männliche Seele hineinversetzen kann.

Doch zurück zu meiner eingefahrenen Lebenssituation mit einem unabhängigen Kind und einem Partner, der mir ebenfalls nicht die Erfüllung meines Lebens zusichern konnte. Nach etwa einem Jahr zuhause herumsitzen entschloß ich mich zu einem zweiten Studienanlauf. Diesmal entschied ich mich für etwas, was mich auch wirklich interessierte – das Studium der Sozialarbeit. Geschickterweise war die Hochschule am gleichen Ort und ich zog dann auch bald in deren Nähe, um Zeit und Fahrtkosten zu sparen. Meine Tochter durfte altersbedingt nicht mehr in den Hort, so dass ich spätestens zur Mittagszeit daheim sein mußte, damit mein Kind nicht verhungert (sie war ja auch erst? 12).

Während des Studiums lernte ich zum ersten Mal Leute kennen, die völlig anders dachten und lebten, als diejenigen, mit denen ich es bis dahin zu tun hatte. Ich fühlte zwar nach wie vor eine gewisse Distanz zu den Mitkommiliton/innen und Dozenten, doch ich spürte auch eine Verbundenheit und neue Freiheit, mich selbst wahrzunehmen und ausdrücken zu können. Es gibt kaum einen Studiengang, der so vielseitig ist und einen so tiefen umfassenden Einblick in menschliches Verhalten sowie Therapie- und Hilfsangebote ermöglicht. Fächer aus dem Bereich der Medizin, Politik, Gesellschaftssysteme, Psychologie, Soziologie, Medienpädagogik, Jugendarbeit... Die Bandbreite ist sehr hoch und dementsprechend unterschiedlich die Berufszweige, in denen man später arbeiten kann. Meine beiden Praxissemester verbrachte ich in sogenannten „harten“ Branchen – der Bewährungshilfe und dem stationären Drogenentzug in Stuttgart. Wer es hier jeweils 6 Monate ausgehalten hat, den schockiert so schnell nichts mehr. Es wimmelt nur so von „Randgruppen“ der Gesellschaft und man erkennt sehr schnell, dass mit den herkömmlichen Konzepten auf Dauer nur unzureichend beizukommen ist.

Diese Erkenntnis hat mich zutiefst frustriert, weil ich gemerkt habe, dass nachhaltige Veränderungen innerhalb der herrschenden gesellschaftlichen Systeme nicht funktionieren, weil die Persönlichkeit schon wieder nur angepasst und die Seelenentwickung eher verhindert werden soll. Anstatt den „Probanden“ (so heißen die armen hilfebedüftigen Mitmenschen im Fachjargon – weiß auch nicht, was da an denen ausprobiert werden soll) die Möglichkeit zu geben, sich selbst so anzunehmen, wie sie sind und ihre Individualität zu fördern, wurde diese wieder nur untergraben und jeglicher gesellschaftliche Ausbruchversuch sanktioniert. Deswegen gibt es im sozialpädagogisch-medizinisch-psychiatrischen Bereich auch so viele „Drehtür-Patienten“, die nach einer kurzen Phase in „Freiheit“ wieder in der Einrichtung stranden. Ich stand also zum wiederholten Mal vor der Situation, nicht zu wissen, für was ich selbst denn nun eigentlich auf der Welt bin und worin der Sinn ausgerechnet meines Lebens besteht – außer einfach nur an der Welt und den Menschen zu leiden?

Nun war ich also reif für eine Intervention seitens meiner Mutter, die eine ähnliche Leidens- und Berufsbiografie hinter sich hatte und in ihrer Not schließlich Heilpraktikerin geworden ist, nachdem sie diverse alternative und spirituell ausgerichtete Therapiemethoden an sich ausprobiert hat. Was ich von ihr und durch sie gelernt habe, wende ich in abgewandelter Form bis heute selbst in der Arbeit mit meinen Klienten an. Eine Kombination aus Bewußtseins- und Erkenntnisprozessen sowie verschiedenen Methoden aus dem Bereich der Schwingungsmedizin und Neurobiologie haben bei mir in kurzer Zeit sämtliche Schalter auf „on“ gestellt und ich konnte mich dank dieser synergistisch wirkenden Methodenkombination aus meiner energetischen und seelischen Zwangsjacke lösen. Dieses völlig neue Gefühl der Freiheit und Lebendigkeit hat mich dazu bewegt, die Techniken selbst zu erlernen und erfolgreich an meiner ebenso verkorksten Freundin anzuwenden. Und frei nach dem Motto: „Wenn es bei uns beiden geholfen hat, dann hilft es auch bei jedem anderen Menschen“ entschloss ich mich noch während meiner Diplomierungszeit mit der Ausbildung zur Heilpraktikerin anzufangen. Nur diese staatlich anerkannte Bezeichnung konnte mir die lang ersehnte Handlungsfreiheit geben, die mir bis zum heutigen Tag ermöglicht, so mit den Menschen zu arbeiten, wie ich es für sinnvoll erachte –unbeeinflußt von irgendwelchen Standes-Institutionen wie Ärztekammern und Krankenkassen.

Im Jahre 2000 erlangte ich den Titel Heilpraktikerin und eröffnete auch sofort eine eigene Praxis. Gleichzeitig bat mich eine Mitschülerin, die die Prüfung nicht geschafft hatte, ich solle mit ihr weiter lernen, wie wir es im Rahmen einer kleinen Gruppe zuvor bei mir zu Hause getan hatten. So kamen immer mehr Schüler von externen Heilpraktikerschulen zu mir in die Prüfungsvorbereitung und knapp zwei Jahre später gründete ich meine eigene unabhängige Schule mit einem völlig neuen Konzept. Parallel dazu organisierte ich Reiki-Einweihungs-Seminare mit einem befreundeten Kollegen, die schließlich dazu führten, dass ich einige Jahre später selbst zur Reiki-Lehrerin eingeweiht wurde und eigene Seminare gab. Es kamen immer mehr Ausbildungs- und Kursangebote im Rahmen meiner Schule hinzu und ich wurde in der Region bekannt. Teilweise kamen die Klienten sogar aus dem Ausland angereist, weil sie auf meine Internetseite gestoßen waren und sich angesprochen fühlten.

In den letzten 10 Jahren bin ich mehrmals umgezogen – immer gerade so weit vom vorherigen Ort entfernt, dass meine Schüler und Patienten noch mitziehen konnten. Ich eröffnete zusätzlich einen eigenen Laden mit einer Mischung aus Esoterikartikeln – vor allem Bücher - und Wellnessprodukten, der mir zusätzlich neue Kunden brachte, aber auch jede Menge Verantwortung. Da ich mehrere Angestellte hatte – auch meine Tochter fand Gefallen daran, im Laden zu arbeiten – lerne ich noch Buchführung, Personal- und Bestellwesen etc. hinzu, um das begrenzte Budget nicht unnötig zu strapazieren. Das Ganze gipfelte schließlich in der Anmietung zweiter riesiger Büroetagen, wo ich ein Heil- und Seminarzentrum mit Fremdenzimmern und Organisation externer Kurs-Angebote auf dem spirituellen Sektor gründete.

Fazit nach gut einem Jahr: Die Mieten fraßen nicht nur das Erbe meiner Großmutter auf, ich machte Schulden, die ich bis heute abzuzahlen versuche – ich hatte keine Kapazitäten mehr für meine eigenen Angebote, weil ich fast ausschließlich mit der Organisation anderer Kursleiter beschäftigt war und am Ende bin ich völlig frustiert – einhergehend mit einer erneuten Trennung von meinem Partner – in eine 3-Zimmer-Wohnung gezogen, wo ich mich wieder regeneriert und auf mein „Kerngeschäft“ konzentriert habe. Doch es brauchte noch 3 weitere Umzüge mit wiederholten Versuchen, den Laden doch noch irgendwie am Leben zu erhalten, bis ich endlich eingesehen habe, dass es mich nur Zeit und Energie kostet, wenn ich da sitze und darauf warte, dass vielleicht ein Kunde in den Laden kommt und etwas kauft, falls ich nicht gerade einen Praxistermin habe. Mangelnde Hartnäckigkeit und Geduld kann man mir nun wirklich nicht vorwerfen, wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe.

Im Herbst 2010 zog ich dann ganz in die Nähe meines Lebensbegleiters, der inzwischen einige Beziehungsversuche mit einer neuen Partnerin hinter sich hatte. Nach weiteren Perioden der Trennung und des innigen Zusammenseins folgte ein erneuter Absturz meines „Liebsten“ in energetische Tiefen mit dem Ergebnis, dass seine „Zweitfrau“, die auch schon nicht mehr die Jüngste ist, von ihm ein Kind erwartete. Trotz einer nach wie vor vorhandenen Zuneigung und zumindest von meiner Seite aus tiefen Liebe, entschied ich mich in letzter Sekunde, die Reißleine zu ziehen. Ich wohne nun seit ein paar Monaten endlich wieder in einem großen Haus für mich allein, wo für alle Bereiche ausreichend Platz ist und ich meine Energien ungehindert entfalten kann.

Da sitze ich nun mit Ausblick über Wälder und Weinberge und schreibe diese Zeilen mit den ersten Sonnenstahlen im Rücken (März 2012). Mittlerweile über 50 Lenze zählend und jede Menge Erfahrungen im Gepäck überlege ich, wie es weitergehen könnte, weil ich das Gefühl habe, dass das noch nicht alles gewesen sein kann. Geläutert durch mehrere spirituelle Ausbildungswege und bewaffnet mit fundierten Kenntnissen aus dem Bereich der Religionen, Quantenphysik, Bewußtseinsprozessen und alternativen Therapiemethoden, die ich in den Jahren als Vorstandsvorsitzende des ansässigen Naturheilkundevereins kennenlernen durfte, fühle ich mich in der Lage, selbst hartnäckige Blockaden der Hilfesuchenden aufzudecken und auch zu lösen, um deren Befreiung aus der individuellen Zwangsjacke zu ermöglichen. Die Austestung aller relevanten Informationen mit Hilfe einer Bioresonanzmethode hat mich zudem so durchlässig für Energien werden lassen, dass ich zu einer Art Seelenkanal geworden bin. Ich bekomme während eines Gesprächs plötzliche Eingebungen in Richtungen, die vom Verstand so nicht kommen können und den Erkenntnisprozeß enorm beschleunigen. Die Kombination aus Energetischen und diversen spirituell-psychologischen Techniken sowie deren exakte Anwendung mittels einer Einhandrute knackt sämtliche Blockaden auf den verschiedenen Ebenen (z.B. emotional, mental, physisch, spirituell), so dass der Lotus einer göttlichen Seele sich nun endlich voll entfalten und erblühen kann.

Mein neuestes Projekt ist eine 1-tägige Einzel-Intensiv-Therapie mit Übernachtung im Meditationsraum - für Frauen, die endlich ein bestimmtes „Problem“ knacken und in die Wege leiten möchten. Es nennt sich „One Day for You“ und beschleunigt enorm den körperlich-geistig-seelischen Regenerations- und Transformationsprozeß.

See You!